wer sich nicht freut, wird erschossen


Heute in Frankfurt:
Felipe Tadeu spricht über João Gilberto.
Brasilianisches Generalkonsulat, Hansaallee 32
Frankfurt am Main

http://ccbf.info/


Kann Rohstoffreichtum die Ursache von Armut sein? Nein, meint der angolanische Autor José Eduardo Agualusa. Es kommt darauf an, ihn menschlich zu nutzen.

GIZ-Magazin akzente: http://www2.gtz.de/dokumente/akz-2011/giz2011de-akzente-4-menschliche-ressourcen.pdf


bedecke meinen urlaub

wer braucht schon übersetzer? bedecken sie lieber ihren urlaub!


»Jeden Tag, der vergeht, verpasse ich mindestens 1.356.876 Bücher irgendwo auf der Welt, die ich nie lesen werde. Und es tut gar nicht weh.« (Rubem Focs



geht wieder los:
16. - 21. November: Lesereise mit José Eduardo Agualusa
Kagler, Agualusa. Foto: Markus Kirchgessner http://www.markuskirchgessner.de/

Foto: © Markus Kirchgessner

16. November: München
17. November: Salzburg
18. November: Graz
21. November: Köln


Carola Saavedra - Michael Kegler - Maria Hummitzsch. Foto Peter W. Schulze


Carola Saavedra, Michael Kegler. Foto: Luisa Frey, Deutsche Welle

»Das Interesse an Brasilien ist groß« (Carola Saavedra im Interview mit der Deutschen Welle) bzw.: »Brasilien hat viele gute Schriftsteller. Man muss sie nur zeigen« (publishnews.com.br)


buchmesse

12.10 bis 16.10

12.10: Literaturdialog Brasilien
Messegelände, 5.1 A 962, Forum Dialog, 16:15
Galeno Amorim (Präsident der Fundação Biblioteca Nacional) stellt die brasilianische Übersetzungsförderung vor.

13.10: Carola Saavedra
die mit ihrem Roman "Paisagem com Dromedário" für den Jabuti-Preis nominierte brasilianische Schriftstellerin liest in der Buchhandlung
TFM, Große Seestraße 47, 60486 Frankfurt.

15.10: Wer oder was erzählt uns Brasilien?
Frankfurter Buchmesse, Messegelände
5.0 D963, Weltempfang, 15:45
Carola Saavedra, Marcelo Ferroni und Michael Kegler im Gespräch.



... in Frankfurt:

26. September. Leticia Wierz liest aus »Das Haus der sieben Wunder«.
Zentralbücherei, Hasengasse, 19:30.
Eine Lesung im Rahmen der Initiative
BrasLesendes brasilianischen Kulturvereins CCBF


westberlin wunderland
http://www.berlinda.org/BERLINDA.ORG/Texte/Eintrage/2011/9/6_Westberlin_Wunderland_-_Fernando_Pedro.html
von Fernando Pedro


nächste station:

8. September:
Fernando Molica
liest in der Buchhandlung
»A Livraria«, Torstraße 159,
Berlin

 



metropolitan, die erzählte stadt

unter anderem mit Fernando Molica (Rio de Janeiro) und José Eduardo Agualusa (Luanda).

Heute in Darmstadt: 
18:00 Uhr – José Eduardo Agualusa
21:00 Uhr – Fernando Molica

http://metropolitan-frm.de/
http://blog.nemadesign.de/kunst/metropolitan-die-erzaehlte-stadt


agualusa
ist ein literarischer Feuerwerker, der beeindrucken, begeistern will
Karl-Markus Gauss in der Neuen Zürcher Zeitung


an der hundeleine zur erkenntnis

José Eduardo Agualusas turbulenter Angola-Roman „Barroco Tropical“ agiert zwischen Schrecken und Verzückung, zwischen furioser Dynamik und der traditionsbeladenen Schwere einer immergleichen Wiederkehr.

Gregor Ziolkowski, Frankfurter Rundschau, 15.08.2011


wie übersetzt man
Vidro que te quero caco (Arnaldo Antunes)?
Glas, ich will dich scherben sehen?


google-übersetzung des tages:

»Unterstützte Sprachen: Englisch, Deutsch , Politur, Italiener, Ungar, Russe«
aus einem ebay-Angebot für ein chinesisches Handy


Rubem Focs bedient sich in seinem Roman Die Buchhandlung (187 Seiten, Manuel Legúrio Ediciones, Caracas, Venezuela 2001) der Erinnerungen eines Buchhändlers aus Recife, die er zum Ausgangspunkt einer Schwindel erregenden Handlung macht. Eine Passage irgendwo aus aus der Mitte des Buches: »Nach 50 Jahren erinnere ich mich an manche Laune, Manie, Eigenarten und selbst die Ungeduld mancher Leser, die hier hereinkamen, zum schauen, blättern, im Stehen zu lesen, an die Regale gelehnt zu lesen und sogar Bücher zu kaufen. Allerdings gäbe ich alles dafür, zu wissen, wer die schwarz gekleidete Frau war, die am 15. August 1962 hier war, direkt zum Regal mit der Philosophie ging, sich dort kaum länger als 10 Minuten aufhielt, zwei oder drei Tränen verdrückte und wieder ging. Ohne ein Ah, ohne überhaupt einen Ton, ohne wenigstens gegrüßt zu haben.«

Paulinho Assunção: Focs und die Buchhandlung ohne Tür.
http://networkedblogs.com/kPj5S


aus: F.W. Hackländer: Der Augenblick des Glücks, Leipzig 1857


geben sie ihren kindern eine bessere vergangenheit

http://berlinda.org/BERLINDA.ORG/Texte/Eintrage/2011/7/21_Geben_Sie_Ihre_Kinder_eine_bessere_Vergangenheit.html

José Eduardo Agualusa auf berlinda.org


chaotisch, opulent, grandios.
http://www.funkhauseuropa.de/service/buchtipps/2011/buchtipp_spezial_110721.phtml


»Fragen heißt denken, mein Kind. Und wer fragt, widerspricht irgendwann. In unserem Land schätzt man keine Denker. Sie stören die angolanischen Oberen genauso wie all die Firmen und Regierungen, die sich hier engagieren. Angola geht es gut. Es wächst, auch ohne Öl. Viele Leute verdienen hier Geld. Denker bringt man entweder zum Flughafen oder ins Tata Ambroise. Manche kommen unterwegs leider um. Denken ist ungesund.«

José Eduardo Agualusa
in: Barroco Tropical (A1-Verlag 2011) 


an der tanke
seit Benzin mehr kostet als ein mittelmäßiger Discounterrotwein, tanke ich nur noch für je 20 Euro. Ich weiß, das ist keine Lösung, aber ich bin so und es wird stillschweigend akzeptiert. Seit neuestem aber fragen mich die Kassiererinnen nach Nennung der Tanksäulennummer regelmäßig: "Und, darf es noch etwas Süßes dazu sein?" Nein, natürlich nicht. Ich brauch Benzin, und schon das ist mir zu teuer! Aber sie müssen das fragen, die Armen. Auch die betrunkenen Engländer neben mir, die Frikadellenbrötchen tütenweise wegschleppen, werden gefragt: Darf es noch etwas Süßes sein? Sie haben gar keine Arme mehr frei ... Die Dame hinter mir in der Schlange kauft weder Benzin noch Frikadellenbrötchen, sondern Snickers, Bounty und mehrere Flaschen zuckerhaltige Kohlensäuregetränke. Und was fragt die Kassiererin? "Darf es noch etwas Süßes dazu sein?" Scheint also obligatorisch, die Frage. Also bitte nicht wundern, falls jemand von mir demnächst eine Rechnung für eine Übersetzung erhält und darunter steht als Post Scriptum: Darf es noch etwas Süßes dazu sein? Bitte antworten sie einfach und routiniert: Nein! Denn das ist eine rhetorische Frage und hat mit Realität nichts zu tun.


Presse: 

José Eduardo Agualusa ist ein Virtuose der Verzweigungen. Wie er seine Gestalten nicht nur auf die rationellste Weise konturiert, sondern ihnen auch Verbindungswege, Begegnungs- und Beziehungsplattformen inszeniert, das ist von einer atemberaubenden Meisterschaft.«
Gregor Ziolkowski in der Berliner Zeitung:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0714/bcher/0029/index.html


Ein faszinierendes Buch für diejenigen, die sich auf die Hintergründigkeit des Lebens im modernen Afrika einlassen möchten. Regina Riepe über Barroco Tropical auf:
http://www.peter-hammer-verein.de/
http://www.peter-hammer-verein.de/barroco_tropical.html


oder : »eine Art Wimmelbild der angolanischen Gesellschaft« (Tobias Lindemann auf Radio Z
http://www.radio-z.net/de/kultur-beitraege/themen/89939-buchbesprechung-qbarroco-tropicalq-von-jose-eduardo-agualusa.html


»Metaphern die wie Granaten zerspringen«.  zitiert Mario Scalla »Barroco Tropical« und empfielt auf HR2 das »sehr kluge und sehr reflektierte Buch« wenn möglich zwei Mal zu lesen:
http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=22860&key=standard_podcasting_hr2_buch&mediakey=podcast/hr2_buch/hr2_buch_20110711_4&type=a


Die Jungen kamen in Gruppen zu viert oder fünft und ließen sich auf Steinen am Ufer nieder. Einige waren sehr jung, vielleicht fünf oder sechs Jahre alt, andere schon fast jugendlich. Keiner sprach etwas. Sie schienen nicht einmal zu atmen. Ihre Augen waren starr auf die Wasseroberfläche gerichtet. Kein Wind in den Bäumen, kein Zwitschern der Vögel. Überall Stille. In den Dingen und in der Welt. Die Jungen warteten. Nach und nach kamen die Fische. Und sie waren alle blind.

Paulinho Assunção
http://paulinhoassuncao.blogspot.com/


Barroco im Leipziger Kreuzer:
http://kreuzer-leipzig.de/rezensionen/jos-eduardo-agualusa-barroco-tropical/


eins live, das internetradio mit Literaturteil hat Barroco Tropical am 15. Juni in die Liste seiner Bücher der Woche aufgenommen. Jan Drees nennt das Buch einen »poetisch erzählten, spannend verknüpften Thriller«

http://www.einslive.de/magazin/literatur/2011/06/tigerochse.jsp


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